Was ist genau oder was versteht man unter dem Begriff Epilepsie?

Epilepsie sind wiederholt auftretende Funktionsstörungen im Großhirn, die zu so genannten epileptischen Anfällen führen. Einen einmaligen epileptischen Anfall bezeichnet man noch nicht als Epilepsie. Erst wenn wiederholt Krampfanfälle auftreten, spricht man von der Epilepsie.

Diese Beeinträchtigung können entweder nur in einzelnen Gehirnbereichen auftreten oder aber beide Großhirnhälften gleichzeitig betreffen. Wenn beide Hälften betroffen sind werden sie als generalisierte Anfälle bezeichnet. In den einzelnen Bereichen auftretende Anfällebezeichnet man partielle oder fokale Anfälle.

 

Aber: Ein fokaler Anfall kann sich jederzeit zu einem generalisierten Anfall entwickeln.

 

 

Die generalisierte Anfälle sind meisten selbstlimitierend. Das bedeutet sie hören nach einigen Minuten von selber auf. Aber sie können auch in einen lebensgefährlichen Status epilepticus übergehen. Als Status "epilepticus" wir ein Anfall bezeichnet, der länger als ungefähr 5 Minuten andauert. Während diesem Status kommt es zu starken Gehirnschädigungen Schädigungen von denen sich die Katze häufig nicht wieder erholt.

 

Hier besteht ein lebensbedrohlicher Notfall, die sofort einer tierärztlichen Intensivtherapie benötigt.

 

Unter Cluster versteht und bezeichnet man eine Folge von Anfällen innerhalb eines Tages. Hier im Gegensatz zum statusepilepticus wird ein Anfall erst beendet bevor die Katze in einen neuen Anfall fällt.

 

Grafik von Enpevet: Eine Darstellung des Zentralnervensystems bei den epileptischen Anfällen liegen hier Funktionsstörungen im Großhirn vor

Was sind oder können die Ursachen von Epilepsie sein?

 

 

Sie können im Laufe eines Lebens erworben werden oder angeboren sein.

 

Die primärer Epilepsie: Hier gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die Neigung zu Krampfanfällen angeboren ist. Der genaue Grund für das Auftreten der Anfälle ist jedoch nicht bekannt somit auch als idiopathische Epilepsie bekannt. Dies bedeutet so in etwa -aus unbekannter Ursache- aber diese Form ist bei der Katze meist selten.

 

Die Sekundäre Epilepsie: Sind Anfallsleiden, bei denen gewisse Erkrankungen oder auch Veränderung für die Krampfanfälle verantwortlich sind. Bei Katzen sind ist sekundäre Epilepsien häufiger als die primäre.

 

Auch außerhalb des Gehirns können die Ursachen seinen Sitz haben:

 

- Unterzuckerung
- Nierenerkrankungen
- Lebererkrankungen
- Infektionen wie FIP, FIV oder FeLV
- Stoffwechselerkrankung (Diabetis)
- Vergiftungen

 

Die Ursachen im Gehirn können ausgelöst werden durch:

 

- Unfälle
- Hirntumore
- Entzündungen des Gehirns
- weitere Hirnerkrankungen

 

Häufig werden fokale Anfälle als solche nicht erkannt oder übersehen. Bei den fokalen oder Partiellen Anfälle sind Katzen durch eine Bewusstseinsstörung sowie stereotypen Bewegungen gekennzeichnet. Darunter fallen zum Beispiel Zuckungen im Gesicht, Kaubewegungen oder auch im Kreis laufen oder Gegenstände werden angefaucht.

 

Generalisierte Anfällen erkennt man daran, dass sich Katzen zu Beginn häufig sehr unruhig mit eventuell viel miauen, Speichelfluss oder aber auch verkriechen bemekrbar machen. Dieser Anfall kündigt sich mit Zuckungen im Gesicht insbesondere an den Lippen und den Ohren an. Genau diese Muskelverkrampfungen erstrecken sich auf den gesamten Körper aus. Die Katzen liegt auf der Seite, führt Kaubewegungen sowie Laufbewegungen in der Luft durch und speicheln stark. Die Katze lässt unbewusst Harn oder Kot ab. Alle Gliedmaßen werden starr vom Körper weggestreckt. Bei sehr wenigen Katzen kommt es nur zur Bewusstlosigkeit.

 

 

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